Lipödem ist eine der am häufigsten übersehenen Erkrankungen in Deutschland. Schätzungen gehen von 10–15% der weiblichen Bevölkerung aus — aber viele wissen nicht, dass sie betroffen sind, weil die Erkrankung lange als 'zu dick' abgetan wurde.
Fett symmetrisch an Beinen und Hüften — endet exakt an Knöcheln und Handgelenken (Manschetten-Zeichen).
Fett bleibt trotz konsequenter Ernährung und Sport. Das ist das klassische Hinweiszeichen.
Druckschmerz beim Berühren, Schweregefühl, leichte Hämatome. Kein normales Übergewicht ist so schmerzhaft.
Wenn 4+ dieser Zeichen zutreffen: Fachärztliche Untersuchung empfehlenswert.
Das charakteristischste Merkmal des Lipödems: Die Fettvermehrung endet exakt an der Grenze Knöchel/Fuß (an den Beinen) oder Handgelenk/Hand (an den Armen). Diese 'Manschette' entsteht weil Lipödem-Fett hormonell reguliertes, spezifisches Gewebe ist — und die distalen Abschnitte (Hände, Füße) dieses Fett nicht haben.
Dr. Fetai · Body Art Surgery Institute
Dr. (Univ. Te.) Nusret Fetai ist Studienarzt der LiPLEG-Studie und Spezialist für Lipödem-Liposuktion mit WAL-Technik. Er unterstützt Patientinnen bei Diagnose, Krankenkassenanträgen und operativer Behandlung. Body Art Surgery Institute, Immermannstraße 10, 40210 Düsseldorf.
„Ich treffe häufig Frauen, die jahrelang gehört haben 'Sie müssen einfach weniger essen'. Wenn jemand zu mir kommt und ich erkenne das Manschetten-Zeichen, den Druckschmerz und die Disproportion, dann ist die Erleichterung groß: endlich hat das einen Namen und eine echte Behandlung." — Dr. (Univ. Te.) Nusret Fetai, Facharzt für Dermatologie & Ästhetische Chirurgie
Lipödem ist eine chronische Erkrankung des Fettgewebes, die fast ausschließlich Frauen betrifft. Es handelt sich um eine schmerzhafte, symmetrische Fettverteilungsstörung, die vorwiegend Beine, Hüften und Gesäß betrifft — unabhängig vom Körpergewicht. Das Besondere: Diät und Sport ändern am Lipödem-Fett nichts.
Charakteristische Merkmale: symmetrische Fettverteilung an Beinen/Hüften, nicht an Händen und Füßen. Druckschmerzhaftigkeit des Fettgewebes. Hämatome (blaue Flecken) entstehen leicht. Schwere- und Spannungsgefühl in den Beinen. Disproportion: dünner Oberkörper, voluminöse Beine. Keine Besserung durch Diät.
Bei Übergewicht ist Fett überall verteilt — auch Hände und Füße werden dicker. Bei Lipödem endet das Fett exakt am Handgelenk und Knöchel (characteristisches 'Manschetten-Zeichen'). Außerdem: Übergewicht ist diätresponsiv, Lipödem-Fett nicht.
Fast ausschließlich — über 99% der Fälle sind Frauen. Männer können theoretisch betroffen sein, ist aber extrem selten und meist mit Hormonstörungen assoziiert (z.B. nach Hormontherapie).
Typischerweise zu hormonellen Wendepunkten: Pubertät, Schwangerschaft, Wechseljahre. Östrogen scheint eine Trigger-Rolle zu spielen. Die Erkrankung kann schleichend beginnen — viele Frauen haben jahrelang das Gefühl 'ich nehme an den Beinen zu, aber nicht am Rest'.
Grundsätzlich ja — aber Lipödem wird häufig fehldiagnostiziert oder als 'zu dick' abgetan. Besser: Facharzt für Dermatologie, Phlebologe oder Lymphologe. Dr. Fetai diagnostiziert und behandelt Lipödem als Spezialist.
Druckschmerz beim Berühren, leichtes Hämatom-Entstehen, Schwere- und Spannungsgefühl besonders abends, Orthostase-Ödem (Schwellung beim Stehen), emotionale Belastung durch Disproportionalität, Bewegungseinschränkung bei fortgeschrittenem Lipödem.
Konservativ: Kompressionstherapie (Klasse II–III), Manuelle Lymphdrainage, Sport im Wasser (geringer Druck), entzündungsarme Ernährung. Operativ: Liposuktion (WAL) — die einzige Methode die Lipödem-Fett dauerhaft entfernt. Kassenleistung seit 17. Juli 2025 in allen Stadien, unter Voraussetzungen.
Stadium I: Hautoberfläche glatt, Unterhaut knotig. Stadium II: Hautoberfläche unregelmäßig, größere Knoten. Stadium III: Große Hautlappen, schwere Deformierung, deutliche Bewegungseinschränkung. Seit 17. Juli 2025: Kassenleistung für Liposuktion in allen Stadien, unter Voraussetzungen.
Nicht heilbar im engeren Sinne — es ist eine chronische Erkrankung. Durch Liposuktion können die schmerzhaften Lipödem-Fettzellen dauerhaft entfernt werden, was Schmerzen und Beschwerden langfristig erheblich reduziert. Kompressionstherapie bleibt auch nach der OP sinnvoll.
Lymphödem betrifft alle Extremitäten gleichmäßig, kann auch Hände und Füße betreffen, ist nicht druckschmerzhaft und entsteht durch Lymphabflussstörung. Lipödem ist symmetrisch nur an Beinen/Armen, schmerzhaft, endet an Knöcheln/Handgelenken. Genaueres im Ratgeber Lipödem vs. Lymphödem.
LiPLEG steht für Liposuktion bei Lipödem — Prospektive Langzeitevaluation und Gesundheitsökonomie. Eine klinische Studie die die WAL-Liposuktion bei Lipödem wissenschaftlich dokumentiert. Dr. Fetai ist Studienarzt und bietet Patientinnen die Möglichkeit, als Studienteilnehmerinnen behandelt zu werden.
Haben Sie konkrete Fragen zu Ihrer Situation? Dr. Fetai beantwortet sie persönlich — im Erstgespräch, 30 Minuten, unverbindlich.
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Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel wurde von Dr. (Univ. Te.) Nusret Fetai, Facharzt für Dermatologie und Ästhetische Chirurgie, verfasst und medizinisch geprüft (Stand 2026). Er dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle ärztliche Beratung oder Untersuchung. Ergebnisse variieren individuell.
Fragen, die Patientinnen und Patienten uns und den KI-Assistenten am häufigsten stellen — beantwortet von Dr. (Univ. Te.) Nusret Fetai.
Ja, aber sie wirken auf die Beschwerden, nicht auf das Fettgewebe. Flachgestrickte Kompression der Klasse zwei reduziert Schwere- und Spannungsgefühl, begrenzt die Ödemkomponente und schützt vor Hämatomen. Die Fettverteilung selbst verändert sie nicht. Wichtig ist eine Maßversorgung, rundgestrickte Standardstrümpfe schnüren an Knie oder Knöchel oft ein. Zwei Paar im Wechsel und ein Rezept alle sechs Monate sind üblich.
Ja, für die Liposuktion beim Lipödem gibt es die vom Gemeinsamen Bundesausschuss initiierte Erprobungsstudie LiPLEG, die an ausgewählten Zentren durchgeführt wird. Die Teilnahme ist an feste Ein- und Ausschlusskriterien gebunden, etwa Stadium, BMI und Vorbehandlung. Ob aktuell rekrutiert wird, erfahren Sie beim Studienzentrum. Dr. Fetai ist LiPLEG-Studienoperateur, Hintergründe unter LiPLEG-Studie.
Beim Lipödem sind die kleinen Blutgefäße im Unterhautfettgewebe durchlässiger und verletzlicher als normal. Schon leichte Stöße, das Anlegen von Kompression oder Übereinanderschlagen der Beine können deshalb Blutergüsse auslösen, oft ohne erinnerbaren Anlass. Diese Hämatomneigung gehört zu den klassischen Symptomen. Treten blaue Flecken zusätzlich am Oberkörper auf oder kommen Nasenbluten hinzu, sollte eine Gerinnungsstörung ärztlich ausgeschlossen werden.
Bei Dr. Fetai in Düsseldorf beginnt die operative Lipödem-Behandlung mit WAL bei 4.900 Euro pro Sitzung. Da meist zwei bis vier Sitzungen nötig sind, liegt der Gesamtrahmen entsprechend höher. Der Kostenplan weist Beratung, Eingriff in Tumeszenz-Lokalanästhesie und Nachkontrollen einzeln aus. Abgerechnet wird nach GOÄ als Selbstzahlerleistung. Die verbindliche Summe nennt Ihnen der Kostenplan nach persönlicher Untersuchung.
Der Druckschmerz entsteht durch das krankhaft vermehrte Unterhautfettgewebe selbst. Es speichert Flüssigkeit, erhöht den Gewebedruck und reizt feine Nervenenden, zusätzlich spielen entzündliche Botenstoffe im Fettgewebe eine Rolle. Viele Betroffene beschreiben ein Spannungs- und Schweregefühl, das abends und bei Wärme zunimmt. Der typische Druckschmerz an Oberschenkeln oder Oberarmen ist eines der wichtigsten Leitsymptome des Lipödems.
Standort: Body Art Surgery Institute · Dr. (Univ. Te.) Nusret Fetai · Immermannstraße 10, Etage 2 · 40210 Düsseldorf · NRW
Patienten aus ganz Nordrhein-Westfalen: Köln (45 min A3) · Wuppertal (30 min A46) · Essen (35 min A52) · Dortmund (60 min A40) · Duisburg (25 min A3) · Bonn (65 min A3) · am Düsseldorfer Hauptbahnhof.
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