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Chemisches Peeling: welche Eindringtiefe wofür sinnvoll ist

Dr. (univ. Te.) Nusret Fetai, Privatpraxis für Ästhetische Chirurgie und Haut in Düsseldorf
Dr. (univ. Te.) Nusret FetaiPrivatpraxis für Ästhetische Chirurgie und Haut
Ärztlich geprüft, Stand 2026 13 Minuten Lesezeit
Die kurze AntwortDie kurze Antwort

Die Wirkung eines chemischen Peelings hängt fast vollständig von der Eindringtiefe ab, nicht vom Namen der Säure. Oberflächliche Peelings verbessern Textur und unreine Haut mit minimaler Ausfallzeit. Mitteltiefe TCA-Peelings können Pigmentflecken und flache Narben angehen, kosten dafür aber fünf bis zehn Tage Schuppung.

  • Oberflächlich: AHA und BHA, wirkt in der Oberhaut, mehrere Sitzungen als Kur
  • Mitteltief: TCA, bis in die obere Lederhaut, deutlich stärkere Wirkung und Downtime
  • Tief: Phenol, sehr wirksam und sehr risikoreich, im Institut nicht im Angebot
  • Immer dazu: Vorbereitung der Haut, Herpesprophylaxe bei Anamnese, Lichtschutz danach

Was ist ein chemisches Peeling?

Bei einem chemischen Peeling wird eine Säure in definierter Konzentration auf die Haut aufgetragen, die dort die Verbindungen zwischen den Hornzellen löst und je nach Stärke Zellschichten kontrolliert abträgt. Die darunterliegende Haut reagiert mit beschleunigter Erneuerung, gleichmäßigerer Pigmentverteilung und, bei tieferen Peelings, mit Kollagenneubildung.

Der Vorgang ist eine kontrollierte Verletzung. Genau das macht ihn wirksam und zugleich risikobehaftet: Dieselbe Substanz kann in der richtigen Konzentration ein schönes Ergebnis erzeugen und in der falschen eine dauerhafte Pigmentstörung oder eine Narbe hinterlassen.

Die gebräuchlichen Substanzgruppen

  • AHA (Alpha-Hydroxysäuren): wasserlöslich, wirken vor allem in der Oberhaut. Dazu zählen Glykolsäure, Milchsäure und Mandelsäure. Mandelsäure hat größere Moleküle, dringt langsamer ein und gilt daher als besonders gut steuerbar bei empfindlicher oder dunklerer Haut.
  • BHA (Beta-Hydroxysäuren): vor allem Salicylsäure. Fettlöslich und damit in der Lage, in den Talgdrüsengang einzudringen, die Substanzgruppe der Wahl bei unreiner, zu Mitessern neigender Haut.
  • TCA (Trichloressigsäure): je nach Konzentration oberflächlich bis mitteltief wirksam; das Arbeitspferd für Pigment- und Texturthemen mit relevanter Downtime.
  • Phenol: tiefes Peeling mit starker Wirkung, aber erheblichem Risikoprofil einschließlich kardialer Überwachungspflicht. Wird in der Praxis Fetai · Ästhetische Chirurgie nicht angeboten.

Welche Eindringtiefen gibt es beim Peeling?

Die Einteilung nach Eindringtiefe ist die einzige, die für die Praxis wirklich zählt. Sie bestimmt Wirkung, Ausfallzeit und Risiko gleichermaßen, und sie hängt nicht allein von der Substanz ab, sondern von Konzentration, pH-Wert, Einwirkzeit, Anzahl der Schichten und dem Zustand der Hautbarriere.

TiefeTypische SubstanzenWirkt bisDowntime
OberflächlichGlykolsäure, Mandelsäure, Milchsäure, Salicylsäure, niedrigprozentiges TCAOberhaut (Epidermis)0 bis 3 Tage, leichte Rötung und feine Schuppung
MitteltiefTCA in höherer Konzentration, teils in Kombinationsprotokollenobere Lederhaut (papilläre Dermis)5 bis 10 Tage, deutliche Schuppung, Krustenbildung möglich
TiefPhenol (hier nicht angeboten)mittlere Lederhautmehrere Wochen, dauerhafte Aufhellung möglich, kardiale Überwachung nötig

Ein wichtiger Punkt für die Erwartungshaltung: Vier oberflächliche Peelings ergeben nicht ein mitteltiefes. Sie summieren sich nicht in der Tiefe, sondern wirken jeweils erneut in derselben Schicht. Wer ein Ergebnis braucht, das nur mitteltief erreichbar ist, kommt mit einer Serie oberflächlicher Behandlungen nicht dorthin.

Die häufigste Fehlvorstellung ist, dass ein Peeling umso besser sei, je stärker es brennt. Was zählt, ist die passende Tiefe für die Indikation, und die Vorbereitung der Haut in den Wochen davor., Dr. (univ. Te.) Nusret Fetai, Privatpraxis für Ästhetische Chirurgie und Haut

Welches Peeling hilft wogegen?

Die Indikation bestimmt die Tiefe, nicht umgekehrt. Für unreine Haut und Textur genügt in der Regel die oberflächliche Ebene; für Pigmentflecken und flache Narben braucht es meist mitteltiefe Verfahren oder eine Kombination mit anderen Methoden.

Oberflächlich sinnvoll bei

Unreiner Haut, Mitessern, matter oder rauer Textur, leichten Verhornungsstörungen, als Kur über 4 bis 6 Sitzungen.

Mitteltief sinnvoll bei

Pigmentflecken, Melasma in ausgewählten Fällen, feinen Linien, flachen atrophen Aknenarben, ungleichmäßigem Hautbild.

In Kombination sinnvoll bei

Aknenarben zusammen mit Nadelverfahren, Hautqualität zusammen mit Skinboostern, Pigment zusammen mit topischer Dauertherapie.

Bei Aknenarben ist das Peeling ein Baustein, nicht die Lösung. Welche Narbenform welches Verfahren braucht, und warum Subzision und TCA-CROSS dort oft wichtiger sind als flächige Peelings, erklärt der Ratgeber Aknenarben behandeln. Für Textur und Straffung in der Tiefe ist RF-Microneedling häufig das passendere Werkzeug, für Feuchtigkeit und Hautdichte der Skinbooster.

Hilft ein chemisches Peeling gegen Pigmentflecken?

Ja, aber nur als Teil eines Konzepts und mit klarer Risikoabwägung. Peelings können pigmentierte Zellen abtragen und die Pigmentverteilung gleichmäßiger machen. Sie beseitigen jedoch nicht die Ursache, und bei falscher Anwendung können sie die Pigmentierung sogar verstärken.

  • Sonnenbedingte Pigmentflecken (Lentigines solares): sprechen auf mitteltiefe Peelings meist gut an, in Kombination mit dauerhaftem Lichtschutz.
  • Melasma: chronisch und rezidivneigend, oft hormonell mitbedingt. Peelings können helfen, aber ausschließlich mit Vorbehandlung, vorsichtiger Tiefe und topischer Erhaltungstherapie. Zu aggressives Vorgehen verschlechtert Melasma häufig.
  • Postinflammatorische Hyperpigmentierung: nach Akne oder Entzündungen; bildet sich meist ohnehin über 6 bis 18 Monate zurück. Oberflächliche Peelings können den Prozess beschleunigen.
  • Pigmentierte Hautveränderungen unklarer Natur: gehören vor jeder kosmetischen Behandlung dermatologisch beurteilt. Ein Peeling über einer nicht abgeklärten Läsion ist ein vermeidbares Risiko.
Wichtiger Hinweis
Ohne konsequenten Lichtschutz ist jede Pigmentbehandlung sinnlos. UV-Strahlung aktiviert genau die Melanozyten, die man beruhigen möchte, und frisch gepeelte Haut reagiert darauf besonders empfindlich. LSF 50 täglich, auch im Winter und bei Bewölkung, ist keine Empfehlung, sondern Voraussetzung.

Wie bereitet man die Haut auf ein Peeling vor?

Die Vorbereitung entscheidet über Ergebnis und Risiko, besonders bei mitteltiefen Peelings und bei pigmentierungsanfälliger Haut. Üblich sind zwei bis vier Wochen Vorbehandlung, bevor überhaupt gepeelt wird.

Ablauf einer ärztlichen Peeling-Behandlung

Hautanalyse und AnamneseBestimmung des Fitzpatrick-Hauttyps, Erfassung von Pigmentneigung, Herpesanamnese, Isotretinoin-Einnahme, laufender Wirkstofftherapie und aktueller Sonnenexposition.
Vorbehandlung über 2 bis 4 WochenHäufig ein Retinoid zur Vergleichmäßigung der Hornschicht und ein Tyrosinase-Hemmer zur Dämpfung der Melaninbildung. Diese Phase senkt das Risiko einer Hyperpigmentierung deutlich.
Karenzen vor dem TerminRetinoide werden meist einige Tage vorher pausiert, ebenso Enthaarung, Waxing und mechanische Peelings. Frische Bräune ist ein Ausschlussgrund.
Herpesprophylaxe bei AnamneseBei bekannten Lippenherpes wird vor mitteltiefen Peelings eine antivirale Prophylaxe angesetzt, da die Reaktivierung ein reales und relevantes Risiko ist.
Die BehandlungEntfettung der Haut, Auftragen der Säure in definierter Schichtzahl, Beobachtung der Hautreaktion, gegebenenfalls Neutralisation. Dauer je nach Verfahren 15 bis 45 Minuten.
Nachsorge und KontrolleMilde Reinigung, reichhaltige Pflege, kein Kratzen an Schuppen, konsequent LSF 50. Kontrolltermin nach Abschluss der Abschuppung, danach Planung der Folgesitzung.

Welche Peeling-Tiefe zu Ihrem Hauttyp und Ihrem Anliegen passt, klärt eine dermatologische Untersuchung bei Dr. Fetai in Düsseldorf.

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Wie lange ist die Downtime nach einem chemischen Peeling?

Die Ausfallzeit richtet sich nach der Tiefe. Oberflächliche Peelings sind meist alltagstauglich, mitteltiefe erfordern eine Woche Planung.

ZeitraumOberflächliches PeelingMitteltiefes TCA-Peeling
Tag 0Leichte Rötung, Wärmegefühl, meist unmittelbar gesellschaftsfähigDeutliche Rötung und Brennen, Haut spannt, teils bräunliche Verfärbung
Tag 1 bis 3Feine Schuppung, oft kaum sichtbarZunehmende Schwellung, beginnende Schuppung, Spannungsgefühl
Tag 4 bis 7abgeschlossenDeutliche Abschuppung, Krusten möglich, nicht abziehen
Tag 7 bis 10Abschuppung endet, darunter rosige, empfindliche Haut
Woche 2 bis 4Reströtung klingt ab, Lichtschutz besonders wichtig
Ab Woche 4Kur mit weiterer Sitzung möglichBeurteilung des Ergebnisses, Planung einer Wiederholung frühestens nach mehreren Wochen

Legen Sie ein mitteltiefes Peeling niemals in die Woche vor einem wichtigen Termin. Und planen Sie es bevorzugt in die lichtärmeren Monate, die Kombination aus frisch gepeelter Haut und intensiver Sonne ist der zuverlässigste Weg zu einer unerwünschten Pigmentierung.

Welche Risiken hat ein chemisches Peeling?

Chemische Peelings sind bei korrekter Indikation und Durchführung gut steuerbar. Die relevanten Komplikationen entstehen fast immer durch zu viel Tiefe, fehlende Vorbereitung oder mangelnden Lichtschutz.

  • Hyperpigmentierung: das häufigste ernstzunehmende Problem, besonders bei Fitzpatrick-Hauttypen IV bis VI. Kann über Monate bestehen bleiben und erfordert dann eine eigene Therapie.
  • Hypopigmentierung: seltener, aber schwerer zu korrigieren; tritt vor allem nach zu tiefen Peelings auf.
  • Vernarbung: bei falscher Konzentration, zu langer Einwirkzeit oder Manipulation an Krusten möglich. Besonders gefährdet sind Kinn-, Kiefer- und Halsbereich.
  • Herpes-Reaktivierung: nach mitteltiefen Peelings ein reales Risiko, das ohne Prophylaxe zu Erosionen und im ungünstigen Fall zu Narben führen kann.
  • Infektion: selten, aber bei gestörter Barriere und unsachgemäßer Nachsorge möglich.
  • Anhaltende Rötung und Empfindlichkeit: über Wochen möglich, insbesondere bei Rosazea-Neigung oder gestörter Hautbarriere.
  • Verschlechterung eines Melasmas: bei zu aggressivem Vorgehen ein bekanntes Phänomen, hier ist Zurückhaltung wirksamer als Intensität.
Wichtiger Hinweis
Nicht gepeelt wird bei aktiver Herpesinfektion, offenen Hautstellen, frischer Bräune, in der Schwangerschaft und Stillzeit ohne strenge Indikation sowie kurz nach oder unter einer Isotretinoin-Therapie. Nennen Sie eine zurückliegende Isotretinoin-Einnahme immer aktiv im Erstgespräch, sie verändert die Planung.

Peeling beim Kosmetiker oder beim Arzt?

Oberflächliche Peelings in niedriger Konzentration werden in Deutschland auch in Kosmetikinstituten angeboten und sind dort bei gesunder Haut in vielen Fällen unproblematisch. Sobald jedoch mitteltief gearbeitet wird, sobald Pigmentstörungen, Melasma, Rosazea, Aknenarben oder dunklere Hauttypen im Spiel sind, gehört die Behandlung in ärztliche Hände.

  • Diagnose vor Behandlung: Ein Pigmentfleck kann harmlos sein oder abklärungsbedürftig. Diese Unterscheidung ist eine ärztliche Aufgabe und keine kosmetische Einschätzung.
  • Rezeptpflichtige Vorbereitung: Retinoide und bestimmte Tyrosinase-Hemmer sind verschreibungspflichtig und damit Teil einer ärztlichen Behandlungskette.
  • Herpesprophylaxe: Antivirale Medikamente kann nur ein Arzt verordnen.
  • Komplikationsmanagement: Bei Hyperpigmentierung, Infektion oder drohender Vernarbung braucht es schnelle medizinische Therapie, nicht nur Pflegeprodukte.

Eine ausführliche Abgrenzung, welche Behandlung in Deutschland wem erlaubt ist, bietet der Ratgeber Kosmetikstudio oder Arzt.

Wie oft und was kostet ein chemisches Peeling?

Oberflächliche Peelings werden meist als Kur mit vier bis sechs Sitzungen im Abstand von zwei bis vier Wochen durchgeführt, danach je nach Hautzustand in größeren Abständen zur Erhaltung. Mitteltiefe Peelings werden deutlich seltener eingesetzt, häufig ein bis zwei Behandlungen pro Jahr, mit mehreren Wochen Abstand.

Für chemische Peelings nennt das Fetai · Ästhetische Chirurgie keinen Pauschalpreis; die Kalkulation erfolgt nach persönlicher Untersuchung und nach GOÄ. Ausschlaggebend sind Substanz, Konzentration, behandelte Fläche und die Zahl der Sitzungen. Sie erhalten vorab einen schriftlichen Kostenvoranschlag über das geplante Programm.

Zur Einordnung benachbarter Verfahren existieren Preisanker: Profhilo und Skinbooster liegen bei 350 bis 500 € je Sitzung, PRP beginnt bei 290 €. Diese Zahlen helfen, wenn ein kombiniertes Hautkonzept geplant wird.

EINORDNUNG AUS DER PRAXIS

Medical Skincare ist kein Verkaufsargument, sondern der Teil der Behandlung, der zu Hause stattfindet. Ein Peeling ohne passende Vorbereitung und ohne konsequenten Lichtschutz danach ist bestenfalls wirkungslos und schlimmstenfalls schädlich. Wir beginnen deshalb bei pigmentierungsanfälliger Haut regelhaft mit einer mehrwöchigen Vorbehandlung, bevor überhaupt gepeelt wird.

Behandelnder Arzt ist Dr. (univ. Te.) Nusret Fetai, Privatpraxis für Ästhetische Chirurgie und Haut, approbiert seit 2015, mit über 4.000 durchgeführten Eingriffen. Fetai · Ästhetische Chirurgie, Immermannstraße 10, Etage 2, 40210 Düsseldorf, rund fünf Gehminuten vom Hauptbahnhof. Behandelt werden ausschließlich Privatpatienten und Selbstzahler.

Häufig gestellte Fragen

Was kostet ein chemisches Peeling?

In der Praxis Fetai · Ästhetische Chirurgie gibt es keinen Pauschalpreis; kalkuliert wird nach persönlicher Untersuchung und nach GOÄ. Ausschlaggebend sind Substanz, Konzentration, behandelte Fläche und Anzahl der Sitzungen, eine oberflächliche Fruchtsäurekur und ein mitteltiefes TCA-Peeling sind wirtschaftlich nicht vergleichbar. Sie erhalten vorab einen schriftlichen Kostenvoranschlag für das geplante Programm.

Wie oft kann man ein chemisches Peeling machen?

Oberflächliche Peelings üblicherweise als Kur mit vier bis sechs Sitzungen im Abstand von zwei bis vier Wochen, danach zur Erhaltung in größeren Abständen. Mitteltiefe TCA-Peelings werden deutlich seltener durchgeführt, häufig ein bis zwei Behandlungen pro Jahr. Häufiger zu peelen bringt keinen Vorteil, sondern belastet die Hautbarriere.

Wie lange ist die Downtime nach einem TCA-Peeling?

Bei einem mitteltiefen TCA-Peeling meist fünf bis zehn Tage. Nach anfänglicher Rötung und Schwellung folgt eine deutliche Abschuppung, Krusten sind möglich und dürfen keinesfalls abgezogen werden. Danach ist die Haut über zwei bis vier Wochen rosig und empfindlich. Planen Sie wichtige Termine mit mindestens zwei Wochen Abstand.

Was ist der Unterschied zwischen AHA und BHA?

AHA wie Glykol-, Milch- oder Mandelsäure sind wasserlöslich und wirken vor allem in der Oberhaut auf Textur und Pigmentverteilung. BHA, praktisch immer Salicylsäure, ist fettlöslich und dringt in den Talgdrüsengang ein, deshalb ist es die bevorzugte Wahl bei unreiner, zu Mitessern neigender Haut. Beide zählen zu den oberflächlichen Peelings.

Hilft ein chemisches Peeling gegen Pigmentflecken?

Ja, als Teil eines Konzepts. Sonnenbedingte Pigmentflecken sprechen auf mitteltiefe Peelings meist gut an. Melasma ist deutlich schwieriger, rezidiviert häufig und kann sich bei zu aggressivem Vorgehen sogar verschlechtern. Entscheidend sind Vorbehandlung mit Tyrosinase-Hemmern und dauerhafter Lichtschutz mit LSF 50, ohne diesen ist jede Pigmentbehandlung sinnlos.

Ist ein chemisches Peeling bei dunkler Haut gefährlich?

Nicht grundsätzlich, aber risikoreicher. Bei Fitzpatrick-Hauttypen IV bis VI besteht ein deutlich erhöhtes Risiko für postinflammatorische Hyperpigmentierungen. Bevorzugt werden dann langsamer eindringende Substanzen wie Mandelsäure, niedrigere Konzentrationen, eine mehrwöchige Vorbehandlung und ausnahmslos konsequenter Lichtschutz. Tiefe Peelings sind hier in der Regel nicht angezeigt.

Peeling beim Kosmetiker oder beim Arzt?

Oberflächliche Peelings in niedriger Konzentration sind bei gesunder Haut auch im Kosmetikinstitut vertretbar. Sobald mitteltief gearbeitet wird oder Pigmentstörungen, Melasma, Rosazea, Aknenarben oder dunklere Hauttypen vorliegen, gehört die Behandlung in ärztliche Hände, schon weil Diagnose, rezeptpflichtige Vorbereitung, Herpesprophylaxe und Komplikationsmanagement ärztliche Leistungen sind.

Was ist Medical Skincare?

Medical Skincare bezeichnet ärztlich abgestimmte Wirkstoffpflege, meist mit Retinoiden, Vitamin C, Tyrosinase-Hemmern, Säuren in niedriger Konzentration und Lichtschutz. Sie ist kein Ersatz für Behandlungen, sondern deren Grundlage: Sie bereitet die Haut auf Peelings vor, stabilisiert Ergebnisse und senkt das Risiko von Pigmentverschiebungen deutlich.

Muss man vor einem Peeling die Haut vorbereiten?

Bei oberflächlichen Peelings nicht zwingend, bei mitteltiefen und bei pigmentierungsanfälliger Haut ja. Üblich sind zwei bis vier Wochen Vorbehandlung mit einem Retinoid und einem Tyrosinase-Hemmer. Kurz vor dem Termin werden Retinoide pausiert, Waxing und mechanische Peelings entfallen, und frische Bräune ist ein Ausschlussgrund.

Was darf man nach einem chemischen Peeling nicht machen?

Nicht an Schuppen oder Krusten zupfen, keine Sonne und kein Solarium, keine Sauna, kein intensiver Sport in den ersten Tagen, keine Säuren, Retinoide oder mechanischen Peelings bis zur vollständigen Abheilung. Milde Reinigung, reichhaltige Pflege und täglicher Lichtschutz mit LSF 50 sind Pflicht, auch bei Bewölkung und im Winter.

Bekommt man von einem Peeling Herpes?

Ein Peeling erzeugt keinen Herpes, kann aber ein bestehendes Herpes-simplex-Virus reaktivieren. Nach mitteltiefen Peelings ist das ein reales Risiko und kann bei unbehandelter Ausbreitung zu Erosionen und im ungünstigen Fall zu Narben führen. Bei bekannter Herpesanamnese wird deshalb vorab eine antivirale Prophylaxe angesetzt.

Kann man ein Peeling mit Microneedling kombinieren?

Ja, aber nicht in derselben Sitzung und nicht ohne Plan. Üblich ist ein zeitlich gestaffeltes Vorgehen mit mehreren Wochen Abstand, damit die Hautbarriere zwischen den Behandlungen vollständig regeneriert. Welches Verfahren zuerst erfolgt, hängt vom Befund ab, bei Aknenarben ist die Reihenfolge für das Ergebnis entscheidend.

Kann man im Sommer ein chemisches Peeling machen?

Oberflächliche Peelings ja, mit strengem Lichtschutz. Mitteltiefe Peelings werden bevorzugt in die lichtärmeren Monate gelegt, weil frisch gepeelte Haut besonders anfällig für Pigmentverschiebungen ist. Bei frischer Bräune wird grundsätzlich nicht gepeelt. Wer im Sommer viel draußen ist, verschiebt die Behandlung besser in den Herbst.

Warum bietet die Praxis keine Phenol-Peelings an?

Tiefe Phenolpeelings wirken stark, bringen aber ein erhebliches Risikoprofil mit sich: wochenlange Heilung, mögliche dauerhafte Aufhellung der behandelten Haut und systemische Effekte, die eine kardiale Überwachung erfordern. In der Praxis Fetai · Ästhetische Chirurgie wird dieses Verfahren nicht angeboten; für die meisten Indikationen sind mitteltiefe Peelings in Kombination mit anderen Methoden das bessere Verhältnis aus Nutzen und Risiko.

Wer macht chemische Peelings in Düsseldorf?

Die Behandlung führt Dr. (univ. Te.) Nusret Fetai durch, Privatpraxis für Ästhetische Chirurgie und Haut mit über 4.000 durchgeführten Eingriffen. Fetai · Ästhetische Chirurgie, Immermannstraße 10, Etage 2, 40210 Düsseldorf, rund fünf Gehminuten vom Hauptbahnhof. Termine unter 0211 158 76080, per WhatsApp unter +49 211 15876080 oder online. Ausschließlich Privatpatienten und Selbstzahler; Sprachen: Deutsch, Englisch, Albanisch.

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Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel wurde von Dr. (univ. Te.) Nusret Fetai, Privatpraxis für Ästhetische Chirurgie und Haut, verfasst und medizinisch geprüft (Stand 2026). Er dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle ärztliche Beratung oder Untersuchung. Ergebnisse variieren individuell. Es werden keine Heilungs- oder Erfolgsversprechen gegeben.

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Medizinischer Hinweis nach § 3 HWG und § 630e BGB: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung. Ergebnisse sind individuell verschieden. Genannte Preise sind unverbindliche Richtwerte, verbindlich ist der Kostenvoranschlag nach persönlicher Untersuchung. Dr. (univ. Te.) Nusret Fetai · Privatpraxis für Ästhetische Chirurgie und Haut · Immermannstraße 10 · 40210 Düsseldorf · Stand 2026
Dr. (univ. Te.) Nusret Fetai, Privatpraxis für Ästhetische Chirurgie und Haut in Düsseldorf, Porträt im weißen Arztkittel

Dr. (univ. Te.) Nusret Fetai

Privatpraxis für Ästhetische Chirurgie und Haut · Düsseldorf

Fünf Jahre Weiterbildungszeit in der Chirurgie, eine abgeschlossene Weiterbildung in der Dermatologie und seit über sechs Jahren die Arbeit in spezialisierten Kliniken für Body Contouring und Fettabsaugung in Düsseldorf und Köln. Über 4.000 ästhetische Eingriffe.

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